Freitag, Juli 31, 2009

Eintracht in Braunschweig

Sprechchöre aus der Südkurve, rhythmisches Getrommel, wehende blau-gelbe Flaggen und viele Männer, die meinen mehr Ahnung vom Fußball zu haben als alle Trainer dieser Welt: Das war das DFB-Pokalspiel Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Zwischen den ca. 19418 anderen Fans stand ich natürlich inkognito im flatternden gelben Trikot der Löwen und verfolgte aufmerksam das Spiel zwischen den Mannschaften aus der dritten und zweiten Liga. Leider musste ich feststellen, dass die Foul-Mentalität proportional zur Liga steigt, daher durfte die Gastmannschaft auch schon bald nur noch zu zehnt auf dem Platz stehen. Trotzdem schafften sie es in der zweiten Halbzeit ein Tor zu erzielen und somit auch als Sieger vom Platz zu gehen.
Definitiv war der Rasen daran schuld ... denn als Stuttgarterin sollte ich lieber kein negatives Wort über den hiesigen regionalen Verein verlieren - mir zuliebe :)

Simon, Dave und ich

Dienstag, Juli 28, 2009

Lomo on

Lomographie ist die Kunst mit dem Foto, am besten einer Lomo, möglichst lässige und nahe Schnappschüsse zu machen. Noch vor zwei Monaten war mir diese Kunst völlig fremd, aber Ingeborg von der Wanderrallye ist die deutsche Botschafterin der Lomographie, daher konnte ich gar nicht darum herum kommen, mich näher damit zu beschäftigen.
Ganz besonders angetan, war ich von den 10 goldenen Regeln:

1. Nimm deine Lomo überall hin mit.
2. Verwende sie zu jeder Tages- und Nachtzeit.
3. Lomographie ist nicht Unterbrechung deines Alltags, sondern ein integraler Bestandteil desselben.
4. Übe den Schuss aus der Hand.
5. Nähere dich den Objekten deiner Lomographischen Begierde so weit wie möglich.
6. Don’t think. (William Firebrace)
7. Sei schnell.
8. Du musst nicht im Vorhinein wissen, was auf deinem Film drauf ist
9. Im Nachhinein auch nicht
10. Kümmere dich nicht um irgendwelche (goldenen) Regeln.

Mal sehen, vielleicht werde ich ja auch noch zum Lomographen :)

Damit das Thema etwas anschaulicher wird, hier noch ein paar Kunstwerke, die alle mit einem Fisheye-Objektiv geknipst wurden:



Freitag, Juli 24, 2009

Go to Großzerlang

Der Stammposten 33 war dabei!
Im Namen des Königs
Sonne, Strand und Badesee - was will man mehr
Tausend Rangers waren wir fast
Ready war unsere Campband
In Gottes Königreich ist alles umgekehrt
Kochen auf Feuer, Konstruktionen aus Holz
Technik die Begeistert: Danke Dave!
Campolymiadensieger kam aus Braunschweig: David!
Auch das Gesundheitsamt war da - Matti und Rolf ebenso!
Martin, Matze, Mario und Markus waren für uns verantwortlich
Proviant gab es mehr als genug

Neben uns standen Hildesheim und Hameln
Orcapower
Regen gab es nur, wenn wir im Zelt waren
Die Flaggen wurden in der Nacht auch mal vertauscht.

Löffelworkshop

Bungeerunning

Maloú

Sonntag, Juli 05, 2009

Zugfahrt in den Alltag

Der gestrige Abend ist nicht nur bei mir noch sichtbar. Das große Abschlussessen auf dem Königstein hat alle Beteiligten von Best of Wandern noch einmal zusammengebracht und neben dem guten Essen gab es auch kleine Wettkämpfe in drei Gruppen. Auch wenn meine Gruppe nur den dritten Platz bekommen hat, sind wir gut gelaunt und erfreuen uns an dem kleinen Sachsen-LKW - gerne wieder! Ein Fackellauf zum Abschluss führt uns zurück zum Bus, der uns ins Hotel bringt. Dort lassen wir den angebrochenen Abend bei Mochito und Gintonic in der Bar ausklingen, bis sich jeder in sein Zimmer zurückzieht.
Das Frühstück ist schon überschattet von Abschied nehmen und "noch ein letztes Mal" miteinander Frühstücken. Irgendwie komisch, wenn eine Gruppe zwei Wochen lang Tag für Tag zusammen ist und sich dann wieder in alle Himmelsrichtungen verteilt. Lediglich per Mail oder Telefon werden wir erstmal den Kontakt pflegen können. Ich habe mir fest vorgenommen zumindest einen Teil meiner neuen Freunde wieder zu sehen, um mit ihnen ihre Heimat zu erkunden. Hierbei ist es toll, dass jeder aus einer sehr reizvollen Gegend kommt.
Per Hotel-Shuttle werde ich mit vier anderen zum Bahnhof gefahren. Diesmal etwas pünktlicher; und dank der Verspätung des ECs verpasse ich meinen Zug nach Leipzig und fahre weiter nach Berlin. Hier trennen sich nun endgültig unsere Wege. Jetzt sitze ich im ICE nach Braunschweig. In einer halben Stunde werden mich dort Nico, Sarah und Rebecca abholen und ich bin zurück im Alltag. Ich freue mich darauf meine "alten" Freunde wieder zu sehen, denke dennoch mit Schwermut an die schöne Zeit zurück, in der ich so viele tolle Menschen kennen lernen durfte.

Samstag, Juli 04, 2009

Kletter-Elbirado

Es gewittert und regnet draußen und ich bin diesmal nicht mitten drin. Heute morgen sitzen wir noch bei Sonnenschein auf der Residenzterasse und nehmen das erste mal zu späterer Uhrzeit unser Frühstück ein. Der Vormittag ist ziemlich ruhig und genauso unser kleiner Imbiss, den wir im Haus des Gastes einnehmen. Anschließend fahren wir mit Yvonne, René und unseren Bekannten aus den anderen Testcentern an die Schrammsteine. Bald schon stehen wir an der "Tante" und schauen ungläubig nach oben.
Während die anderen schon mal aufrödeln kletter ich noch ein Stück weiter auf die Frühstücksplattform, die tatsächlich schon von einer Münchner Firma dazu verwendet wurde. Nachdem ich neben der "Tante" auch ein kurzes Stück klettern konnte, sehen wir vom Winterberg eine schwarze Front auf uns zukommen. Recht zügig geht es zurück zum Parkplatz - diesmal tatsächlich ohne nass zu werden.
Auf der Heimfahrt zeigt uns unser Wander- und früherer Busreisenführer die sieben Brüderhäuser in Postelwitz. Dort hat ein Vater für seine sieben Söhne Häuser erbauen lassen, damit sie sich wahrscheinlich nicht ums Erbe streiten müssen.
Jetzt sitze ich wie schon gesagt hier im Trockenen. Das Gewitter ist nun vorbei, aber im Hintergrund höre ich die Sirene jaulen; hoffentlich ist nichts schlimmes passiert.
Heute ist der Abschlussabend auf dem Königstein. Die Truppe von der Südroute ist mittlerweile auch hier im Hotel angekommen. Es ist schade, dass die Zeit auch schon wieder fast vorbei ist. Weder mir, noch den anderen wird es morgen leicht fallen "Auf Wiedersehen" zu sagen - ein Wiedersehen ist aber gewiss!

Gerödel

Die Tante

kostenfreies Wandermodel Typ "René"

Freitag, Juli 03, 2009

Mit Thomas auf Tour

Ich bin berühmt! Beim Frühstücken wird die Sächsische Zeitung von Platz zu Platz weitergereicht, damit jeder von uns bestaunen kann, wie gut wir vom Pressefotograf getroffen wurden. Nur Steffi kam sich vor wie "Glubschipubschi" in MonsterAG, da sie direkt hinter Ingeborg verschwindet - nur ihre Freude war dabei etwas gemindert.
Etwas später sitzen wir im Bus der Touristinfo und lassen uns von René an die Bastei fahren. Unsere Sachsen sagen, man muss diese Festung wenigstens mal gesehen haben und so verschwinden wir schon bald unter einem wohl noch geringen Ansturm an Touris auf die Felsfestung. Unser Wanderführer ist heute Thomas und er leitet uns souverän durch alle Felsen, Spalten, über Treppen und Leitern. Da sich der Nebel nach und nach auflöst, brauchen wir immer länger um die Landschaft auf unseren CF- und SD-Karten festzuhalten.
Auf dem Weg zur Elbe hinab passieren wir noch einen singenden Tenor und schon bald erreichen wir Niederrathen. Von dort aus laufen wir der Elbe entlang in Richtung Lilienstein. Am Fuße des Felsen angekommen beginnt erneut der Aufstieg über die schon ausgewaschenen Sandsteinstufen. Mitten im Fels beginnt es zu regnen. Das muss doch nicht gerade dann sein, wenn mir sowieso schon die Brühe läuft. Im Angesicht der gestrigen Nässe kleide ich mich von oben bis unten wasserfest ein. Am Gipfel angekommen bin ich unter der Regenmontur mit Sicherheit mehr durchnässt also ich es ohne gewesen wäre. Gut, dass genau in dem Moment die Sonne wieder zum Vorschein kommt. Wir stillen unseren Durst und erkunden anschließend die Aussichtspunkte auf dem Lilienstein. Ilka zeigt mir die Festung auf dem Königstein und die große Elbschlaufe, die sich um uns herum zieht.
Schon bald steigen wir wieder hinab, da unser Taxi schon bestellt war. Bei schönstem Wetter fahren wir zurück zu unserem Hotel, da uns heute Abend eine Fußmassage und anschließend ein Essen mit unseren neu gewonnenen Freunden aus den fünf Regionen zum Abendessen auf dem Papststein erwartet. Es bleibt also noch spannend :)


Elbtal

Bastei

Gansfelsen und im Hintergrund die Lokomotive

Tropfen im Netz

Elbblick 2

Am Ufer der Elbe

Pause

Lilienstein

Donnerstag, Juli 02, 2009

Elbiventure

Wasser habe ich heute mehr als genug gesehen, das hat mir aber leider der Wetterbericht und auch das Tagesprogramm des Tourismusbüros schon vorhergesagt: Regen, Gewitter und Planschen in den Toskana Thermen.
Ich gehe am Morgen also in voller Regenmontur zum Haus des Gastes und erfreue mich trockener Beine und Arme. Den Pressetermin mit dem Fotographen wickeln wir professionell ab und laufen zum vom Herrn Sendig vor über 100 Jahren in Auftrag gegebenen Aufzug, der uns 50 m höher nach Ostrau bringt. Mittlerweile habe ich Regenhose und die Beine meiner Hose im Rucksack verschwinden lassen und die Kamera herausgeholt. Im Nebel geht es durch den Wald und später durch die faszinierende Felsenwelt der Sächsischen Schweiz. Der Regen hat schon lange aufgehört als wir an unserem Mittagsbuffet ankommen. Selten habe ich "outdoor" so gut gegessen.
Gestärkt geht es nun die Schrammsteine hoch; Treppen, Leitern und immer weiter bergauf. Die tropische Hitze lässt mich schwitzen und ich schaue neidisch zu meinem Wanderführer René, der sich mit seinem Handtuch den Schweiß von der Strin wischt. Bald kommen wir jedoch am Gipfel an. Das Wetter lässt es zu, dass wir doch etwas weiter sehen als nur zu unserem Vordermann. Der Herr Wanderführer ruft uns noch mal zu sich und wir freuen uns auf die kleinen Fläschchen, die wir schon sehr früh verdächtig in seinem Rucksack haben klappern hören.
Leider sehe ich in unserer Wanderrichtung dicke, schwarze Wolken mitsamt Grollen aufziehen und wir müssen die Schrammsteine bald verlassen. Kurz danach stehen ich auch schon im Regen. Meine Theorie mit dem Regen geht übrigens trotzdem noch auf: Statt des einen Regenschirms kamen diesmal nämlich unzählige aus den Taschen der verschiedenen Mitwanderer - auch das Wetter lässt sich nicht von uns veräppeln! Bald schon laufe ich eingemummt und schon etwas durchnässt den Berg hinab. Ich schwelge in Erinnerung an meinen Ausflug auf den Heilbronner Höhenweg mit den beiden Stefan B.s als mich ein lauter Donnerschlag aus den Gedanken reißt und ich zusammenzucke. Mit Wasser in den Schuhen erreiche ich das Hotel, in dem es Kaffee und Kuchen geben soll. Aufs nötigste versuche ich mich zu trocknen und es ist mir ziemlich unangenehm, dass sich mehrere Pfützen im Hotelrestaurant bilden. Die Gruppe teilt sich hier, da manche doch durchnässter sind und so hocken wir bald zu sechst mit Hoteliers und Presse bei Biokakao und -kuchen und erfreuen uns des Lebens. Beim anschließenden BrainGym denke ich eher darüber nach, welche Bedeutung wohl die Farbe der Heilpraxis hat, da sie der meines Zimmers doch ziemlich gleicht.
Im Bus und barfuß gehts es nun zurück zum Hotel, ich buche meine Bahnrückfahrt und gönne mir noch eine warme Dusche. Wenig später finde ich mich untergehenderweise im Solebad der Toskana Therme liegen. Elisabeth bleibt oben, ich fühle mich eher wie die Titanic. Ausklingen lassen wir den Abend als Gruppe im angeschlossenen Restaurant und es gibt viel zu lachen. Wir haben wohl mit Yvonne und René wieder zwei nette Leute gefunden, die es mit uns acht aushalten und Spaß haben können.

Zwar kein Thyssen-Krupp, aber dafür ein kleines Wohnzimmer

Man sieht wirklich kaum seinen Vordermann

Im Wanderführer stand drin, dass man was einritzen soll:
Hier war wohl Eva da - liebe Grüße von mir!

Es geht bergauf!

Ich sehe bergab!

Thomas und René beim Blick auf die Karte.

Mittwoch, Juli 01, 2009

Im Osten was Neues

Kaum zu glauben, ich sitze tatsächlich mit meinem kleinen MacBook im Hotelzimmer eines 5-Sterne-Hotels. Heute haben wir unser letztes Etappenziel erreicht - Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz. Aber alles mal der Reihe nach.
Gestartet sind wir heute früh im IFA Hotel im Vogtland. Als sparsamer Schwabe habe ich das dortige Internet leider nicht nutzen können, daher ist auf dem Blog bisher noch nichts darüber erschienen. Aber keine Sorge, die Berichte schwirren schon auf meinem Schreibtisch. Das Frühstück ist wie immer üppig, ebenso wie die für uns gerichteten Lunchpakete. Ganz ehrlich, ich habe jetzt noch was von gestern hinter mir auf dem Tisch liegen und es fällt mir schwer irgendwas davon wegzuwerfen. Jürgen, unser treuer Busfahrer aus Luxemburg, der gar nicht aus Luxemburg kommt, fährt uns Sehenswürdigkeitswütige erstmal zur Göltzschtalbrücke. Das ist die Brücke, die man auf mancherlei Werbeplakaten sieht und ganz nebenbei aus über 26 Mio. Ziegelsteinen gebaut die größte Ziegelsteinbrücke der Welt ist. Nach uns kommen zwei volle Reisebusse an den Parkplatz. Ich bin ganz froh, dass es für uns gleich weitergeht.

Göltzschtalbrücke mit unserem Bollig-Bus

Während der Fahrt lese ich, die anderen schlafen und Ingeborg lomographiert. Bald schon kommen wir Dresden näher und mein Sitznachbar wird zu Thomas. Er will unsere GPS-Dame "Sandy" etwas entlasten, da sie in den meisten Fällen nicht so ganz mit dem Falk´schen Kartenmaterial zurecht kommt.
Ein kleiner Abstecher in Thömsdorf zeigt uns die wunderschöne Heimat von Thomas. Wir lernen nicht nur Land und Leute, sondern auch deren teure Tropfen kennen. Danke Silvy für deinen lieben Empfang.
Nachmittags kommen wir in Bad Schandau in der Elbresidenz an. Wir bekommen unsere Zimmerkarten und auch weitere Anweisungen, damit wir uns im Hotel wohl fühlen und nicht verlaufen. Nachdem ich mein Gepäck im Zimmer habe, bringe ich erstmal etwa 7 kg Paket zur Post. Alles, was ich hier noch los werde muss ich am Sonntag nicht im Zug transportieren. Zur Belohnung gönne ich mir anschließend eine Zeit im Spa-Bereich im Dachgeschoss und treffe dort Thomas. Auch wenn Mama immer gesagt hat, dass ich keine roten Knöpfe drücken soll, ringe ich mit mir und betätige sie im Schwimmbecken doch. Jetzt kommt mal etwas Bewegung ins Becken: Whirlstuhl und Nackenbrunnen beginnen zu sprudeln.
Ja und jetzt bin ich auch schon wieder in meinem Zimmer angekommen. Im Badezimmer läuft immer noch das Radio (wie bei Papa daheim!!) und ich freu mich jetzt auf ein bestimmt sehr leckeres Abendessen und den Empfang unserer Gastgeber.

Der Wasserhahn und die Steffi

Die Steffi ohne Wasserhahn.

Ich sag nur: 5 Sterne!

Hochwasser an der Elbe